Diese Karte zeigt 4.465 Briefe der Edition briefe-der-romantik.de, die einen Absende- oder Empfangsort tragen.
Filter: Links filtern Sie nach Person, Ort und Jahr. Das Personen-Feld findet auch Teilnamen („Schlegel“ für die ganze Familie); mit der Richtungswahl und einer zweiten Person lässt sich gezielt „A schreibt an B“ zeigen. Ein gewählter Ort wird angefahren und hervorgehoben. Die Trefferliste darunter gibt es als CSV.
Auf der Karte: Linien sind gebündelte Routen — je dicker, desto mehr Briefe; ein Klick zeigt die Richtungsverteilung. Die Kreise zeigen die Briefanzahl je Ort; oben rechts lässt sich zusätzlich eine Heatmap zuschalten. Beides folgt den Filtern.
Datierung: Viele Briefe sind nicht taggenau überliefert. Die Edition erschließt das Datum dann aus dem Zusammenhang — solche Angaben tragen ein „≈“, der Wortlaut erscheint beim Überfahren mit der Maus.
Historische Karte: Über die Ebenen-Auswahl lässt sich die Karte von 1789 (F. L. Güssefeld) unter die Punkte legen.
Weitere Ansichten: Über der Karte stehen vier weitere Lesarten desselben Bestands: „Netzwerk“ zeigt, wer wem schrieb; „Aufenthalte“ verfolgt eine Person von Ort zu Ort durch die Jahre; „Erwähnte Orte“ und „Erwähnte Personen“ zeigen, worüber und über wen geschrieben wurde — oft weiter entfernt, als die Post reichte. Mit ▶ läuft die Zeit-Animation.
Permalink: Der Filterzustand steht in der Adresszeile und lässt sich als Link teilen.
Das Netzwerk basiert auf den aktuell gefilterten Briefen. Knotengröße/Linienstärke = Briefanzahl. Klick auf eine Person filtert die Karte. Scrollen zum Zoomen, Ziehen zum Verschieben.
Jeder Brief belegt einen Aufenthalt: Wer schreibt, war am Absendeort; wer empfängt, wurde am Empfangsort vermutet — dieser Beleg ist schwächer und wird blasser gezeichnet. Aufeinanderfolgende Belege am selben Ort werden zu einer Station zusammengefasst; der Regler springt von Station zu Station. Gestrichelter Rand heißt: Ort oder Datum sind von der Edition erschlossen. Die gerade Linie zwischen zwei Stationen ist keine belegte Reiseroute, und eine Lücke bedeutet nur fehlende Briefe, nicht Stillstand.
Diese Ansicht zeigt nicht, wohin Briefe liefen, sondern worüber in ihnen gesprochen wurde — das Ortsregister der Edition. Blau heißt: ein Ort im Briefverkehr, über den kaum jemand schreibt; Orange: ein Ort, der besprochen wird, ohne dass Post dorthin ginge. Erwähnung ist kein Aufenthalt, und verzeichnet ist, was die Edition indiziert hat.
Waagerecht steht, wie viele Briefe eine Person im Bestand geschrieben oder bekommen hat, senkrecht, in wie vielen Briefen sie vorkommt. Beide Achsen sind im Wurzelmaßstab, sonst drängte sich alles in eine Ecke. Die Erwähnungen stammen aus dem Personenregister der Edition.
Unsicherheiten. Ein Register gibt es nur zu Briefen mit überliefertem Text: Wer hier wenig Erwähnungen hat, kann also auch nur wenig überlieferten Text um sich haben. Aus demselben Grund taugt die Ansicht nicht für einen Verlauf über die Zeit — die Kurznachweise häufen sich in den dichtesten Jahren. Zweitens zählt eine Nennung in der Grußformel so viel wie eine Seite Auseinandersetzung. Drittens ist die Zuordnung zwischen Register und Briefverkehr über die GND-Nummer hergestellt; wo die Edition keine führt, bleibt eine Person unverbunden und erscheint als reiner Gesprächsgegenstand, obwohl sie schreibt.
Oben lassen sich grob drei verschiedene Gruppen ausmachen — viel besprochen, kaum eigene Briefe. 1. Der gelesene Kanon: Shakespeare (236), Plato (114), Dante (74), Lessing (57), Homer (51). 2. Das gegnerische Feld, mit dem man nicht korrespondiert, sondern über das man schreibt: Kotzebue (79), Voß (79), Rehberg (64), Nicolai (58). 3. Die Anwesenden ohne Brief — Haushalt und Familie: Charlotte Schlegel (41), Johanna Henriette Göschen (41).